Mahnmal am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald

Mahnmal am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wurde aus den Berichten der Opfer der Konzentrationslager der Nationalsozialisten das ganze Ausmaß der Gräueltaten der Faschisten deutlich. Aus diesem Grund wurde bei Weimar ein Mahnmal für die Opfer errichtet.

Weithin sichtbar erhebt sich auf dem Ettersberg bei Weimar das Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Während unmittelbar nach der Befreiung der im Konzentrationslager Gefangenen Berichte, Filmaufnahmen und Pressefotos gefertigt worden sind und die Presse aus der Welt über die Untaten berichtete, dient das in den Jahren 1954-1958 geschaffene Mahnmal der Erinnerung bis in die heutigen Tage und die Zukunft hinaus, dass derartiges nie wieder geschehen mag.
Am Eingangstor beginnt über den Stelenweg mit 7 Stelen, die symbolisch für die 7 Jahre des KZ stehen, der Weg herab zu den Ringgräbern, in denen die SS noch im März/April 1945 etwa 3000 Tote verscharren ließ. Die Straße der Nationen, flankiert von gemauerten Pylonen mit den Namen von 18 Nationen, aus denen hier Menschen gefangen gehalten und umgebracht wurden, verbindet die Ringgräber. Eine breite Treppe führt hinauf zum Turm der Freiheit, der in seinem obersten Geschoss eine weithin über das Land zu vernehmende Glocke enthält und vor dem sich die von Fritz Cremer geschaffene Figurengruppe befindet.
An den ständig stattfinden Restaurationsarbeiten ist bis heute der Metallgestalter Andreas Schwarz aus Hetschburg beteiligt, dessen Kopie des Tores des Konzentrationslagers mit der im Bauhaus-Stil gehaltenen Inschrift „Jedem das Seine“, die zur Verhöhnung der Insassen des Konzentrationslagers nur vom Appellplatz seitenrichtig zu lesen war, wir bereits vorgestellt haben.
Auch an der 1995 – 1996 durchgeführten Restaurierung des Turms der Freiheit war er beteiligt.

Er erhielt von der Gedenkstätte Buchenwald den Auftrag zur kompletten Aufarbeiten sowie Neuanfertigung nicht mehr zu rettender Schmiedeteile. Begonnen wurden die Arbeiten mit den zwei an Nord- und Südseite gelegenen Eingangstoren. Diese wurden komplett demontiert und sandgestrahlt. Die sehr beschädigten Teile wurden aus Vierkant-Profil 40×40 mm nach vorhandenem Vorbild geschmiedet. Ebenfalls wurde bei dem Nordtor die Füllung erneuert und dabei die dahinterliegende Glasfüllung aus Kathedralglas 7,0 mm mit Gummidichtung und Glasleisten, entsprechend dem Denkmalcharakter und gleichzeitig dem neusten Stand der Technik entsprechend, komplett neu angefertigt. Das Südtor hatte eine Füllung mit Kupferblechen, in die als Zielbeschreibung und Losung auf jedem Flügel ein Schriftzug eingraviert ist. Alle Stahlteile wurden feuerverzinkt und mit einer Spezialfarbe DB703 Anthrazit lackiert und dann montiert.
Im Ringgeschoß wurde eine Spindeltreppe mit Harfengeländer neu hergestellt, da eine Aufarbeitung nicht mehr möglich war. Die gewendelte Treppe sowie der Handlauf wurden sodann wieder feuerverzinkt und montiert.
Im Jahr 2003-2004 wurden die Stahlfenster dieses Geschosses komplett aus Winkel- und T-Profilen, ausgefüllt mit 6,0 mm dicken Gussglas, welches eingekittet wurde, erneuert. Die Stahlteile wurden feuerverzinkt montiert.

Mahnmal am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald
Mahnmal am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald
Mahnmal am ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald

In der darüber liegenden Etage wurden vier schmiedeeiserne Türen sandgestrahlt. Die verschlissenen Schmiedefüllungen mussten dabei teilweise erneuert werden. Die Glasfüllungen erhielten wieder komplett neues Kathedralglas von 7,0 mm Stärke, welches mit Gummidichtungen und Glashaltern eingebaut wurde. Die Profile wurden wiederum feuerverzinkt montiert.
Im Dachgeschoss, welches die Glocke aufnimmt, musste eine komplett neue Spindeltreppe angefertigt werden, um den Zugang zum Dach zu ermöglichen.
Als besonderes Problem erwiesen sich die Arbeiten in den oberen Stockwerken des Turms. Immense Anstrengungen waren nötig, um das Material hinab und hinauf zu bringen, da für die Überwindung der bis zu 55 Höhenmeter kein Kran und Aufzug zulässig war, um das ständig besuchte Mahnmal zugänglich zu halten.

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